Klassische Brainstormings produzieren oft die immer gleichen Ideen. Wer neue Wege gehen will, muss auch neue Formate wagen – stille Ideensammlung, Perspektivwechsel, bewusste Provokation.
Die besten Ideen entstehen dort, wo Denkgewohnheiten unterbrochen werden.
In einem Workshop liessen wir ein Team einmal so tun, als wären sie ihr härtester Konkurrent. Die Aufgabe: Wie würden wir unser eigenes Unternehmen angreifen? Die Ergebnisse waren unbequemer – und wertvoller – als jedes klassische Brainstorming zuvor.
Perspektivwechsel funktionieren, weil sie gewohnte Denkpfade unterbrechen. Wer immer aus derselben Rolle denkt, findet fast zwangsläufig dieselben Antworten wie beim letzten Mal.
Auch stille Formate haben sich bewährt: Jeder schreibt zunächst für sich, ohne dass jemand mitliest. Erst danach werden die Ideen anonym gesammelt und gemeinsam diskutiert. Das nimmt den Druck, sofort eine gute Idee präsentieren zu müssen.
Neue Ideen brauchen selten mehr Kreativität. Sie brauchen vor allem neue Bedingungen, unter denen Kreativität überhaupt entstehen kann.